Dauerfestigkeitsprüfung
In fast allen Kettenanwendungen durchläuft jedes Glied Last- und Leertrum und unterliegt somit wechselnden Beanspruchungs- bzw. Spannungszuständen (dynamische bzw. periodisch wechselnde Belastung).
Da sich die Grenzen von Werkstoffen für dynamische bzw. statische Belastungen infolge des Ermüdungsverhaltens stark unterscheiden, ist auch in der Kettentechnik die Dauerfestigkeit und nicht die reine Bruchkraft die limitierende Auslegungsgröße.
Im Lastbereich unterhalb der Dauerfestigkeit kann eine Rollenkette betrieben werden, ohne dass sie im Laufe des Einsatzes infolge eines Bauteilversagens durch Bruch ausfallen wird.
Oberhalb der Dauerfestigkeit wird die Kette im sogenannten Zeitfestigkeitsbereich betrieben, d.h., sie kann einer gewissen Anzahl von Lastzyklen standhalten, es wird jedoch mit Gewissheit zum Ausfall kommen. Je höher die Last, desto geringer die Zahl der Lastwechsel (Durchläufe des Antriebs).