Kettenlängengenauigkeit
Gemäß Norm ISO 606 dürfen Rollenketten eine Längengentoleranz von +0,15 Prozent, ausgehend von der Nennlänge (Gliederzahl x Teilungsmaß), aufweisen. Förderketten mit Anbauteilen sogar bis +0,30 Prozent. Eine negative Tolerierung der Kettenlänge ist ausgeschlossen, da die Kette zum einen unter Umständen bei festem Achsabstand nicht montierbar und zum anderen, da der Einlauf in die Kettenradverzahnung problematisch wäre.
Insbesondere bei Anwendungen mit eingeschränkten Längentoleranzen und paarweise sortierten Ketten (Parallellauf) spielt Längengenauigkeit und -homogenität eine besondere Rolle.
Kettenlängenmessung
Unsere Ketten werden mit einer Messkraft gemäß ISO606, die etwa 1% der Bruchkraft beträgt, eingespannt und vorbelastet. Dabei wird die Kettenlänge gemessen und mit der Solllänge verglichen, die sich aus der Anzahl der Glieder multipliziert mit der Teilung ergibt. Für die Kettenlängenmessung verwenden wir eine Messbank, die es uns ermöglicht, die Längen einzelner Kettenstücke bis zu einer Länge von 3 Metern präzise zu bestimmen.
CCM-S mit SLE-Funktion
(SLE = Segment Link Elongation)
Das CCM-S Modul misst mit Sensoren die Verschleißlängung von Ketten im Einsatz und hilft so dem Instandhaltungspersonal rechtzeitig zu erkennen, wann die Kette aufgrund der Verschleißlängung ausgetauscht werden muss.
Teilbereiche des Kettenstranges können individuell gemessen und auf Abweichungen zur durchschnittlichen Längung hin ausgewertet werden.
Unser Profi für Förderanwendungen mit Parallellauf
Präzisionsketten der Marke JWIS sind über die Standardtoleranz hinaus auch in kleinsten Toleranzgrenzen lieferbar. Beispielsweise in einer gewünschten Hälfte der Normtoleranz, oder sogar in gewünschten Dritteln oder Sechsteln der Toleranz. Darüber hinaus fertigen wir auch nach Sonderanforderungen, wie z.B. gepaarte Ketten innerhalb einer zu definierenden Längentoleranz. Diese Genauigkeit erfordert höchste Präzision in der Einzelteilfertigung, sowie ausgefeilte und hochgenaue Montagetechnologien.